EU-Kongress

Freitag 20.9.2019 - (19:00 bis 21:00 Uhr)

Luxusgut statt Menschenrecht – warum wir uns diese Wohnungspolitik nicht mehr leisten können

Zielsetzung:

Die Veranstaltung dient als Auftakt für die gesamte Tagung, funktioniert jedoch auch als für sich alleine stehende Veranstaltung. Beleuchtet werden die mittel- und langfristigen Ursachen für die aktuelle Wohnungsnot. Dabei werden sowohl grundsätzlich/strukturelle Ursachen angerissen, die allgemein in einer Gesellschaft gelten, in denen Wohnen eine Ware ist (Profitmaximierung), als auch politisch gemachte, wie die Abschaffung der Wohnungsgemeinnützigkeit und die Privatisierung öffentlicher Wohnungsbestände etc. Der Zugang zum Thema wird einerseits aus einer analytisch-wissenschaftlichen Sicht erfolgen, andererseits aus Sicht der beteiligten Akteure. In der Diskussion werden die verschiedenen Sichtweisen zusammengeführt.

Ablauf:

a) Begrüßung / Vorstellung Ablauf und Vorstellung Inputgeber*innen (10 Minuten)  

b) Drei Inputs (je 15 Minuten = 45 Minuten)

1. Wohnen als Ware und Finanzialisierung der Wohnungsfrage  (wissenschaftlich/analytische Sicht)

Welche Bedeutung hat es, dass Wohnen in unserer Gesellschaft eine Ware ist? Was hat sich seit den 1980er Jahren hier wesentlich verändert? Wo liegen strukturelle Ursachen, was sind politische gemachte Probleme?

Referent*in: Prof. Dr. Susanne Heeg

2. Möglichkeiten  des politischen Handelns von unten   (aktivistische Sicht)         

An welchen lokalen Problemen hat sich der Widerstand entzündet? Wer sind die wesentlichen Träger*innen der Proteste? Was sind die wesentlichen kurz- und mittelfristigen Ziele der Initiative?

Referent*in: Sebastian Schipper

3. Die Rolle öffentlicher Wohnungen (Sicht kommunalpolitische Akteure) 

Welche Beitrag hat die Privatisierung öffentlicher Wohnungen seit den 1980er Jahren an der heutigen Misere? Was waren die Ursachen dafür, dass die Privatisierung so einfach durchsetzbar war? Wie kann eine erfolgreiche Kommunalisierungsstrategie aussehen?

Referent*in: N.N.

c) Diskussionsrunde, in der die Inputgeber*innen aufeinander Bezug nehmen können, ggf. mit ergänzenden Fragen durch die Moderation (20 Minuten)  

d) Anschließend Diskussion im Plenum (30 Minuten)